Goldesel, der

Bald stimmen wir über das bedingungslose Grundeinkommen ab – ein wirklich interessantes Thema. Wie soll ich sagen, es ist eine schöne Utopie: Mehr Zeit für sich, mehr Zeit für andere, indirekte Entschädigung von Leistungen für die Gesellschaft, keine Stigmatisierung von Personen, die Mühe haben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Tatsächlich alles schöne Gedanken. Es soll übrigens nicht wenige Leute geben, die meinen, jeder erhalte 2’500 Franken bar auf die Kralle – unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht. Sozusagen ein Volksbonus – bei diesen exorbitanten Banken-Boni muss doch für das gemeine Volk auch noch etwas drin liegen. Ich kann nur sagen: das ist falsch, mindestens gemäss den verfügbaren Erläuterungen. Wenn man arbeitet, wird dieser Betrag wieder wegbesteuert.

Meinerseits habe ich ein Gedankenexperiment begonnen. Ich stelle mir die Schweiz vor, wenn alle sagen würden: ok – ich nehme mal eine Auszeit von einem Jahr. Es geht mir jetzt nicht um die Finanzierung – das ist doch bloss ein Detail. Aber:

  • Wer verteilt dann die Parkbussen? Oder braucht es die gar nicht mehr, weil niemand mehr zur Arbeit fährt?
  • Wer verkauft mir das Bier, dass ich nach einem anstrengenden Tag mit Müssiggang trinken will?
  • Wer zieht die Steuern ein, damit es möglich ist, die 2’500 Franken monatlich auszahlen zu können?
  • Und vor allem: Wer überweist mir dann rechtzeitig und regelmässig mein wohlverdientes Geld?

So lange derart wichtige Fragen nicht geklärt sind, soll man mir nicht mit Visionen kommen.

Andererseits habe ich gelesen, dass die Initiative etwa 200 Milliarden Franken kostet. Die Milchkuh-Initiative kostet 1.5 Milliarden – gemäss Kampagne der Gegner. Da habe ich gedacht: Ist also doch ganz einfach. 134 Milchkühe, und die Sache steht! Das sollte doch zu machen sein.

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