Eizellen

Neulich stand es in der Zeitung: Apple und Facebook bezahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen, damit sie sich im Moment auf ihre Karrieren konzentrieren und später doch noch Kinder haben können.

Solche Sachen regen mich einfach zum Denken an – ich kann mich nicht dagegen wehren. Spontan ging mir durch den Kopf: Wieso nicht beides zugleich – Kind und Vergnügen? Man könnte ja das Kind einfrieren. Über längere Zeit oder vielleicht einfach nur abends. Und was man natürlich wieder vergessen hat: Was ist mit den Männern und der Gleichberechtigung? Die aktuelle Lebenspartnerin einfrieren, schliesslich will man nach der Karriere auch noch etwas vom Leben haben? Die eigenen Eltern gleich mit einfrieren, damit die Betreuung der zukünftigen Kinder zu Randzeiten sicher gestellt ist?

Überhaupt ist das alles viel zu eng gedacht. Was könnte man nicht alles einfrieren, um es später zu regeln: den schräg wachsenden Weisheitszahn? Den Lebertumor? Den Besuch der alten Mutter? Den Schulabschluss? Die Ferien in Neuseeland? Und wenn man dann mal Zeit hat, dann geht man in den Keller, und nimmt das passende Stück aus dem Gefrierschrank.

Aber zurück zum Thema Mann. Der das Kind machen soll. Mit der Frau, die ihre Eizellen eingefroren hat. Ich meine, wenn die Frau den schon hat. Was macht sie mit ihm? Auch einfrieren? Kann ja verschiedene Gründe haben: Damit er immer noch ordentlich aussieht. Die Samenqualität noch gut ist. Er nicht zu alt ist, wenn er sich um die Kinder kümmern soll. Und vor allem: Er es sich zwischenzeitlich nicht anders überlegt, wenn die Frau nur noch arbeitet.

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