Vor kurzem war in der NZZ zu lesen, dass ein Theaterstück zu Ehren von Thomas Mann keine Fördergelder von der Stadt Zürich erhalten hat. Das kann ja durchaus vorkommen. Die Begründung war, dass das Konzept qualitativ nicht genüge. Oder etwas konkreter und verständlicher: der Versuch, die Mechanismen der Herabsetzung von Minderheiten durch die Rolle des Performers von einer von der Kommission als white passing cis-Mann gelesenen Person erklären zu lassen, sei nicht überzeugend. Nun gut. Sofern man es verstanden hat, kann man sich fragen, ob das der Sache wirklich noch dient.
Wer jetzt aber meint, ich wolle mich hier gegen Inklusion aussprechen, liegt völlig falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist offensichtlich, dass noch mehr Inklusion notwendig ist. Bezüglich der Zusammensetzung der zuständigen Kommission besteht noch dringender Handlungsbedarf. Ich schlage vor, dass ein Viertel der Kommissionsmitglieder ein steuerbares Jahreseinkommen von mindestens CHF 150’000 haben muss. Natürlich in der Stadt Zürich. Nur so gelesene Personen können das seelische Leid nachvollziehen, das solche Entscheide verursachen. Vor allem bei sensiblen und erst recht bei cholerischen Steuerzahlern.
Aber eigentlich geht mich das ja gar nichts an. Ich zahle meine Steuern zum Glück woanders.
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